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Neue Sonderausstellung am 21. Mai 2017 eröffnet:


Heimat aus Stein
150 Jahre Katasterkarten und Steindruck


Ein Grundsteuerkataster für ganz Bayern war eine der wichtigsten Neuerungen im 1806 gegründeten Königreich. Gemeinsam mit seinem Minister Graf von Montgelas reformierte König Max I. Joseph die bayerische Verwaltung. Das Kataster brachte Steuergerechtigkeit - und eine gute Einnahmequelle.

Von 1808 bis 1864 erfasste die Königlich Unmittelbare Steuerkatasterkommission die mehr als 20 Millionen Grundstücke in Bayern. Jede Katasterkarte war ein Unikat, das vervielfältigt werden musste. Der Lithographiedruckstein, eine brandneue Erfindung von Alois Sennefelder, kam da wie gerufen. Die Karten konnten nun kostengünstig gedruckt werden. Man übertrug die Vermessungsergebnisse dafür auf Platten aus Solnhofener Kalkstein.

Heute lagern 26 636 Steinplatten aus dem 19. Jahrhundert im größten Lithografiesteinarchiv der Welt: im Keller des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in München. Die amtlichen Karten kommen seit Mitte des 20. Jahrhunderts aus der Offsetdruckmaschine.

Mit dem Bayernatlas ist ganz Bayern im Netz verfügbar: in Luftbildern, aktuellen und historischen Karten, 3 D-Gebäudemodellen und vieles mehr. Bayerns Geodaten dienen auch dem Digitalisierungsprojekt "Montgelas 3.0", das die Verwaltung digitalisieren soll.

Im Stadtmuseum Mainburg sind auch originale Lithographiedrucksteine aus Mainburg und Umgebung vom 21. Mai bis zum 24. September 2017 ausgestellt.